13.02.2012 12:14 von Oliver Scheu
Social Media-Faktoren beeinflussen Google-Sichtbarkeit am stärksten
Über den Algorithmus von Google wird viel gerätselt, Searchmetrics verrät nun die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Sichtbarkeit. Überraschend: Social Media spielt eine entscheidende Rolle. Ein positiver Zusammenhang besteht vor allem zwischen Facebook Shares und dem Google-Ranking. Likes, Kommentare und Tweets verbucht die Suchmaschine auch als bedeutsam. Werbung dagegen schlägt sich eher negativ nieder. Hier hat Google für die Zukunft eine schärfere Gangart angekündigt. Aber schon in der aktuellen Messung wirken sich Adlinks und die Größe und Häufigkeit von Adsense-Werbeblöcken negativ aus. Allgemeine Adlinks, etwa von Affiliate-Partnern, fallen dabei weniger schwer ins Gewicht als Adsense-Werbung.
Nach wie vor ein Dauerbrenner: Backlinks. Ihre Anzahl und Beschaffenheit korreliert ebenfalls mit der Sichtbarkeit. Nofollow-Links und Links mit Stopwords wiegen schwerer als Links mit Keywords. Dass Keywords keine Erfolgsgarantie sind, hat bereits Onmarketing-Chef Ralf Zmölnig in LEAD digital-Interview erklärt. Die Searchmetrics-Statistik bestätigt den SEO-Experten. Im Gegenteil: Je seltener Keywords in der Überschrift und im Titel stecken, desto besser wird die Site gerankt. Das trifft zumindest auf die Top Ten-Treffer zu - hier kommen die großen Marken nach vorne, auch wenn die Keywords nicht hundertprozentig getroffen sind. Erst auf hinteren Plätzen haben Keywords positive Effekte. Die treten auch ein, wenn mit einer Keyword-Domain gearbeitet wird. Sie wird weit positiver bewertet als wenn das Keyword im hinteren Teil der URL vorkommt. Um die genaue Aufschlüsselung der Searchmetrics-Zahlen zu sehen, bietet das Unternehmen ein Whitepaper zum Download an.