Bye Bye Google Plus!

| Jan Harengerd

Datenpanne versetzt Google Plus den Finalen Todesstoß

Don’t be evil - So lautete zumindest einmal Googles Betriebsinterner Code of Conduct.

Doch so ganz ernst schien man dies an der einen oder anderen Stelle ohnehin nicht zu nehmen. So führte eine Softwarepanne bei Google Plus beim Suchmaschinengiganten dazu, dass App-Entwickler unberechtigten Zugang zu ca. 500.000 Profilen erlangten und dort private Nutzerdaten wie die Mail-Adresse, Informationen über Beschäftigung, Geschlecht und Alter erhielten. 

 

Google räumte die Panne am Montag ein, und bestätigte das die Datenlücke bereits im März 2018 entdeckt und behoben wurde. Laut einem Bericht des Wall Street Journal unter Berufung auf interne Unterlagen von Google, hat diese Lücke aber bereits seit 2015 bestanden. Google hat laut diesem Bericht keine Hinweise auf einen Datenmissbrauch - aber leider auch nicht genug um den Missbrauch vollständig auszuschließen.

 

Angst vor den Regulierungsbehörden

Laut dem oben genannten Bericht aus dem Wall Street Journal, hat sich der Suchmaschinengigant im März dagegen entschieden die Öffentlichkeit über diese Panne zu Informieren - Aus Angst vor der erhöhten Aufmerksamkeit der Behörden.

Die EU schreibt übrigens in der neuen Datenschutzgrundverordnung strikt vor, dass betroffene Unternehmen bei einer solchen Datenpanne innerhalb von 48 Stunden unverzüglich zu melden haben.

 

Niederlage gegen Facebook und Co.

Zurück zum Thema: Anfang September 2019 fällt dann nach einer 10-Monatigen Übergangszeit Endgültig der Hammer. Google gesteht also auch endlich offiziell die Niederlage gegen Social-Media Giganten wie Facebook und Co. ein.

Konzern Intern bleibt laut derzeitigen Informationen aber der Dienst weiterhin im Einsatz. Zumindest war so nicht alles für die Katz.

 

Ja – Nein - Jein

Google beweist also wieder mal, dass Sie zwar den Europäischen Datenschutz akzeptieren müssen - aber sich längst noch nicht an dessen halten wollen.

Absurd ist dabei, dass die DSGVO nicht etwa in Kraft getreten ist, weil ein mittelständischer Handwerksbetrieb aus NRW mit Daten "rumgesaut" hat, sondern weil immer wieder Konzerne wie Google, Facebook dies Nachweislich getan haben - nachdem Sie natürlich versucht haben vorher alles unter den Teppich zu kehren.

 

Ausbaden muss es der Mittelstand

Ausbaden muss es jetzt aber wieder der Mittelstand. Diese müssen viel Geld und Zeit in die Hand nehmen, um dem neuen Gesetz gerecht zu werden, während die eigentlichen "gefährdenden" Unternehmen ganze Abteilungen besitzen die sich mit der DSGVO auseinander setzen und obendrauf noch das nötige Kleingeld dafür haben, die sensiblen Geldbußen zu zahlen - während es bei den KMU schnell an die Existenz gehen könnte.

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